Deutschland bekommt die Krise

Deutsch: Cover des Buches Deutschland schafft ...

Deutsch: Cover des Buches Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin. (Photo credit: Wikipedia)

Deutschland bekommt die Krise

Die Signale sind eindeutig: Deutschland steht am Anfang einer Rezession. Das Wirtschaftsklima verschlechtert sich, Investitionen sinken, große Konzerne drosseln die Produktion. Die Krise, die zunächst eine europäische war, ist nun auch eine deutsche. Buschkowsky Neukölln Bettina Wulff Escortservice Lady Ficktoria Hure Prostitution Jenseits des Protokolls Chateau Club Osnabrück Blood and Honour Blut und Ehre Heil Hitler Sieg Heil NATIONALSOZIALISTISCHE ARBEITERPARTEI DEUTSCHLANDS (NSDAP) Konzentrationslager Auschwitz Birkenau Holocaust NSU Michel Friedman Braune Zelle Zwickau Bundesnachrichtendienst Staatsschutz Verfassungsschutz Brandenburg Widerstand Südbrandenburg Die Unsterblichen Spreelichter

Konjunktur

Deutschland bekommt die Krise

Die Signale sind eindeutig: Deutschland steht am Anfang einer Rezession. Das Wirtschaftsklima verschlechtert sich, Investitionen sinken, große Konzerne drosseln die Produktion. Die Krise, die zunächst eine europäische war, ist nun auch eine deutsche.

Für Deutschland ist es in den vergangenen Monaten auffallend gut gelaufen.

Die Krise, das war die Sache der anderen. Die Bilder wütender Demonstranten kamen aus Madrid, Rom, Paris und Athen. Jugendliche Arbeitslosenrebellen in Spanien, die Reformlasten des Mario Monti, reiche Franzosen, die nach Belgien flüchten oder die griechische Regierung, die Zeit und Ideen, immer aber Geld braucht – diese Probleme waren weit weg, auch wenn es sich um die nahen europäischen Partner handelte. Deutschland, eine Festung des Glücks. Ein Hort der Stabilität, ringsherum das Chaos, dieser Eindruck drängte sich auf.

Diese Zeit der deutschen Sonderkonjunktur ist abgelaufen, es gibt jetzt eine europäische Union der Rezession und des Arbeitsplatzverlustes.

In Deutschland bricht die Wirtschaftsleistung ebenfalls auf breiter Front ein, der ifo-Geschäftsklimaindex ist zum fünften Mal in Folge gefallen.

Der Autokonzern Daimler bereitet sein Personal auf eine Absatzflaute vor, auch VW und Porsche drosseln die Produktion, der Versandhändler Otto legt Firmen zusammen und spart sich 700 Leute, in den großen Stromkonzernen könnten im Zuge der Energiewende noch bis zu 20.000 Jobs verschwinden. Firmen wie Bosch Rexroth oder Thyssen-Krupp melden Alarm, die Exporte der Möbel- und Modewirtschaft leiden. Und da sind natürlich die großen Geldhäuser wie Deutsche Bank und Commerzbank, die nach Ende des Zocker-Zeitalters der Investmentbanker nach neuer Form suchen und erst einmal Modelle der Rationalisierung finden. Game over.

Es wird ein kühler Herbst

Deutsch: Thilo Sarrazin am 3. Juli 2009

Deutsch: Thilo Sarrazin am 3. Juli 2009 (Photo credit: Wikipedia)

Sicher, die Dimensionen sind längst nicht mit dem tiefen Einbruch 2009 nach dem Crash der Finanzmärkte zu vergleichen.

Richtig ist auch, daß eine Krise herbeigeredet werden kann, schließlich gilt der Ludwig-Erhard-Satz, wonach 50 Prozent der Wirtschaft Psychologie sei.

Aber genauso gefährlich ist es, Gefahren zu ignorieren und in den Abschwung hinein eine heile Welt aufrechtzuerhalten. Die Anzeichen sind eindeutig: Die Investitionen sinken. Es wird ein kühler Herbst. Es wird dann mit Sicherheit weniger über griechische Privatisierungen oder spanische Anleihen geredet werden und mehr über heimische Job-Nöte. Die Euro- und Finanzkrise kommt nach Deutschland zurück. Eine Mini-Rezession sieht die internationale Organisation OECD voraus.

Widerlegt werden all die Neunmalklugen wie Bestsellerautor Thilo Sarrazin, die einem vorrechneten, daß Deutschland den Euro ja nicht brauche, weil der Anteil der Exporte in Euro-Länder in den Zeiten der Währungsgemeinschaft gesunken sei. Sie vergaßen zu betonen, daß die Quote weiter bei stolzen 40 Prozent liegt. Viele Firmen spüren, auch BMW zum Beispiel, daß Bestellungen aus Südeuropa eingebrochen sind. Und noch immer ist Frankreich das wichtigste Land für deutsche Exporteure; hier entscheidet sich Wohl und Weh.

Finanzhilfen für Griechenland

Haushaltsdefizit größer als bisher eingestanden

Auf einmal ist die Rede von 20 Milliarden Euro: In Griechenlands Kassen fehlt nach einem Magazinbericht fast doppelt so viel Geld wie angenommen. Die Bundesregierung rüstet sich derweil schon für weitere unangenehme Überraschungen:

Auch das Volumen des ESM soll vervierfacht werden – ohne Deutschlands Haftungssumme zu erhöhen.

Bob Jessop - Warum hat die Linke in der Krise ...

Bob Jessop – Warum hat die Linke in der Krise versagt? (Photo credit: rosalux-stiftung)

Dem pleitebedrohtes Griechenland fehlt wesentlich mehr Geld in der Kasse als bislang angenommen. Nach vorläufigen Erkenntnissen der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank, Internationaler Währungsfonds (IWF) müsse im Staatshaushalt eine Lücke von rund 20 Milliarden Euro geschlossen werden – fast doppelt so viel wie zuletzt eingestanden. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner neuen Ausgabe.

Nur wenn die Finanzierungslücke geschlossen wird, kann die nächste Tranche der internationalen Hilfsgelder nach Athen überwiesen werden. Derzeit kontrolliert die Geldgeber-„Troika“ die Sparfortschritte Griechenlands. Allerdings haben die Kontrolleure ihre Arbeit in Athen am Wochenende für eine Woche unterbrochen. Die EU-Kommission hatte betont, dies weise nicht auf Probleme hin. Es gebe bedeutende Fortschritte.

Es erscheint jedoch als unwahrscheinlich, daß Griechenland das Loch im Staatshaushalt aus eigener Kraft stopfen kann. Griechenland hängt seit mehr als zwei Jahren am internationalen Finanztropf und hat schon zwei Hilfsprogramme zugesagt bekommen.

Die im Gegenzug verlangten Einsparungen verschärfen die jahrelange Rezession und sorgen im Land für wachsenden Widerstand.

Auch das jüngste Sparpaket ist innerhalb der Regierungskoalition umstritten und stößt bei der Bevölkerung auf großen Widerstand.

Nach einer kürzlich in Athen veröffentlichten Umfrage gehen 90 Prozent der Befragten davon aus, daß hauptsächlich die ärmeren Teile der Bevölkerung am neuen Reformpaket zu tragen hätten.

Weiterer Schuldenerlaß kein Thema

Deshalb ringt die Regierung in Athen immer noch um ein etwa 11,5 Milliarden Euro schweres Sparpaket. Die drei Parteien der Regierungskoalition konnten sich bislang noch nicht einigen. Dem Spiegel-Bericht zufolge soll der griechischer Ministerpräsident Antonis Samaras mehrfach angefragt haben, ob die öffentlichen Gläubiger bereit wären, auf die Rückzahlung von Schulden zu verzichten.

Nederlands: Luchtfoto van Nederlands hoofdkant...

Nederlands: Luchtfoto van Nederlands hoofdkantoor Bosch Rexroth (Photo credit: Wikipedia)

Für die Bundesregierung ist ein weiterer Schuldenerlaß für Griechenland aber kein Thema. „Die Frage stellt sich nicht“, hatte der Sprecher des Finanzministeriums, Martin Kotthaus, am Freitag in Berlin gesagt. Samaras hofft zudem auf zwei Jahre Aufschub bei den drastischen Sparauflagen.

Rettungsschirm soll auf vierfaches Volumen aufgewertet werden

Die Bundesregierung geht offenbar davon aus, daß die vorgesehenen Finanzhilfen auch an anderer Stelle nicht ausreichen. Deshalb plant sie, die Kapazität des Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) mit sogenannten Hebeln auf das bis zu vierfache Volumen zu erweitern. Marianne Kothé, Sprecherin des Bundesfinanzministeriums, bestätigte in Berlin, dass nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ESM nun die Leitlinien erarbeitet würden. Es sei das Ziel, „daß der ESM über einen ähnlichen Instrumentenkasten verfügt“ wie der temporärer Rettungsschirm EFSF, sagte Kothé.

In den Leitlinien für den EFSF sind zwei Modelle vorgesehen, mit denen die Kapazität des Schirms erhöht werden kann. So kann der Fonds für Vorsorgekredite als Versicherung eingesetzt werden, um Investoren für Staatsanleihen anzulocken. Und er wurde um Auslandsfonds ergänzt, an denen sich Geldgeber von außerhalb der EU beteiligen können.

The last one switch off the light. - El último...

The last one switch off the light. – El último que apague la luz. – Der Letzte macht das Licht aus. (Photo credit: alles-schlumpf)

Ähnliche Regelungen soll es nun auch für den ESM geben. Wie das Magazin Der Spiegel berichtete, sollen dadurch künftig im Ernstfall zwei Billionen Euro verfügbar sein – statt der vorgesehenen 500 Milliarden Euro.

Ziel sei es, so auch große Länder wie Spanien und Italien retten zu können. Kothé betonte aber, daß unabhängig von einer Hebelung die Begrenzung der deutschen Haftung auf maximal 190 Milliarden Euro für den ESM weiter gelte.

Comments
One Response to “Deutschland bekommt die Krise”
  1. Nasi Chaim Dönitz einzig wahrer Freund der Juden auf der Welt sagt:

    Reblogged this on alexanderplatz 1 berlin – wir sehen uns.

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